Zinkdruckguss bietet eine hohe Stabilität, gute natürliche Korrosionsbeständigkeit und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb produziert USBECK Muffen, Klemmen und weiteres Stativmaterial seit Jahrzehnten überwiegend aus Zinkdruckguss im eigenen Haus.
Aluminium ist deutlich leichter als Zinkdruckguss, erreicht bei gleicher Bauteilgröße jedoch nicht die gleiche Stabilität. Klemmen und Muffen müssen deshalb häufig etwas größer dimensioniert werden, um schwere Apparaturen ebenso sicher zu halten.
Edelstahl eignet sich für Anwendungen mit hohen Temperaturen, häufigen Sterilisationszyklen oder erhöhter chemischer Belastung. Allerdings ist Edelstahl weder gegen alle Chemikalien beständig noch wartungsfrei. Die Eignung sollte anhand von Beständigkeitstabellen geprüft werden, zudem sind regelmäßige Reinigung und Pflege erforderlich.
| Eigenschaft | Zinkdruckguss | Aluminium | Edelstahl |
|---|---|---|---|
| Stabilität | ★★★★★ | ★★★ | ★★★★★ |
| Gewicht | ★★★ | ★★★★★ | ★★ |
| Korrosionsbeständigkeit | ★★★★ | ★★★★ | ★★★★★* |
| Chemikalienbeständigkeit | ★★★ | ★★★ | ★★★★* |
| Temperaturbeständigkeit | ★★★★ | ★★★★ | ★★★★★ |
| Eignung für Sterilisationsprozesse | ★★★ | ★★★ | ★★★★★ |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | ★★★★★ | ★★★★ | ★★ |
Für die meisten Laboranwendungen bietet Zinkdruckguss die ausgewogenste Kombination aus Stabilität, Korrosionsbeständigkeit, Präzision und Wirtschaftlichkeit. Aluminium empfiehlt sich bei geringem Gewicht, Edelstahl bei besonderen Anforderungen an Chemikalien-, Temperatur- oder Sterilisationsbeständigkeit.
Zinkdruckguss ist ein industrielles Fertigungsverfahren, bei dem geschmolzenes Zink unter hohem Druck und mit hoher Geschwindigkeit in eine Form gepresst wird. Für die Laborausstattung verwendet USBECK die bewährte Legierung Zamak (Zink-Aluminium-Magnesium-Kupfer). Dieses Verfahren erlaubt die Produktion von hochpräzisen, komplexen Bauteilen mit extrem glatten Oberflächen und minimalen Toleranzen, die nach dem Erkalten kaum noch nachbearbeitet werden müssen.
Zinkdruckguss-Komponenten haben sich über Jahrzehnte im Laborbedarf bewährt. Das hat handfeste, mechanische und wirtschaftliche Gründe:
Trotz der hervorragenden mechanischen Eigenschaften ist Zink kein „Allheilmittel“. Es gibt spezifische Szenarien im Labor, bei denen der Werkstoff an seine chemischen und thermischen Grenzen stößt:
Für extreme Bedingungen führt kein Weg an hochwertigem Edelstahl (z. B. Werkstoff 1.4301 / V2A) vorbei. Ein Wechsel von Zinkdruckguss zu Edelstahl ist in folgenden Bereichen dringend anzuraten:
| Anforderung im Labor | Zinkdruckguss (z. B. pulverbeschichtet) | Edelstahl (V2A / 1.4301) |
| Schulunterricht & Ausbildung | Optimal (Sicher & Budgetschonend) | Überdimensioniert |
| Physikalische Versuchsaufbauten | Optimal (Hohe mechanische Steifigkeit) | Möglich |
| Umgang mit starken Säuren/Basen | Bedingt (Schutzschicht darf nicht verletzt sein) | Optimal (Absolut beständig) |
| Direkte Hitzeeinwirkung (> 150 °C) | Ungeeignet | Optimal (Hitzebeständig) |
| Sterile/Medizinische Umgebungen | Ungeeignet | Optimal (Autoklavierbar) |
Zinkdruckguss ist ein hochtechnologischer, extrem stabiler und wirtschaftlich hochattraktiver Werkstoff. Für den weit überwiegenden Teil aller Standard-Versuchsaufbauten, insbesondere im Bildungsbereich und in der physikalischen Analytik, bietet Stativmaterial aus Zinkdruckguss von Usbeck die perfekte Balance aus Sicherheit, Präzision und Wirtschaftlichkeit. Nur bei extremen chemischen oder thermischen Belastungen sollten Sie gezielt auf die Edelstahl-Linie von Usbeck upgraden.
Carl Friedrich Usbeck KG
Industriestr. 12-14
42477 Radevormwald
Tel.: +49 (02195) 91 18-0
Fax: +49 (02195) 91 18-40
E-Mail: info@usbeck.eu