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Werterhalt im Labor: Pflegetipps für Ihre Laborgeräte und Stativmaterialien

Produkte von Usbeck zeichnen sich durch höchste handwerkliche Präzision und robuste Materialauswahl aus. Doch ganz gleich, ob Ihre Doppelmuffen, Universalklemmen und Laborbrenner aus High-End-Edelstahl, eloxiertem Aluminium oder pulverbeschichtetem Zinkdruckguss gefertigt sind: Die tägliche Arbeit mit aggressiven Chemikalien, extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit hinterlässt Spuren.

Wer seine Laborausstattung nicht regelmäßig pflegt, riskierte festsitzende Gewinde, korrodierte Oberflächen und im schlimmsten Fall ein Sicherheitsrisiko im Versuchsaufbau. Mit welchen einfachen Routinen Sie die Lebensdauer Ihrer Usbeck-Geräte drastisch verlängern und deren Wert erhalten, erfahren Sie in diesem Leitfaden.

Der größte Feind von Labormetallen sind chemische Rückstände, die unbemerkt auf den Oberflächen verbleiben und über Nacht einwirken können. Besonders tückisch sind unsichtbare Säuredämpfe oder Salzspritzer.

  • Die Routine: Wischen Sie Stativstangen, Klemmen und Muffen nach jedem Versuchsende mit einem feuchten Tuch ab.
  • Das richtige Reinigungsmittel: Verwenden Sie klares Wasser – idealerweise destilliertes Wasser (Aqua dem.) –, um Kalkflecken und Salzbeläge zu vermeiden. Bei hartnäckigen organischen Verschmutzungen hilft milde Seifenlauge.
  • Das absolute Tabu: Nutzen Sie niemals aggressive Scheuermilch, Stahlwolle oder Drahtbürsten! Diese mechanischen Reiniger zerkratzen die schützende Pulverbeschichtung von Zinkdruckguss-Muffen oder zerstören die unsichtbare Passivschicht von Edelstahl. Die Folge ist sofortiger Rost (Flugrost) oder Lochfraß.

Nichts ist im Laboralltag frustrierender als eine Stativklemme oder eine Herzschraube, die sich nur noch mit roher Gewalt oder einer Zange drehen lässt. Festsitzende Gewinde entstehen meist durch minimale Korrosion oder eingetrocknete chemische Lösungen.

  • Die Lösung: Gönnen Sie den Gewindespindeln Ihrer Klemmen und Muffen regelmäßig (ca. alle 3 bis 6 Monate) eine winzige Menge Pflege.
  • Das richtige Schmiermittel: Verwenden Sie ein absolut harz- und säurefreies Feinmechaniköl (z. B. weißes Vaselineöl oder spezielles Silikonfett für das Labor). Ein winziger Tropfen auf das Gewinde genügt, um die Leichtgängigkeit für Monate zu sichern.
  • Wichtig bei Laborbrennern: Das feine Gewinde des Nadelventils an einem Bunsenbrenner oder Teclubrenner darf niemals mit kriechenden, leicht entzündlichen Ölen (wie klassischen Haushalts-Kriechölen) geschmiert werden! Verwenden Sie hier ausschließlich vom Hersteller freigegebene, temperaturbeständige Spezialschmierstoffe, um Brände zu verhindern.

Die Klemmbacken von Dreifingerklemmen und Universalklemmen sind mit weichen Materialien überzogen, um das empfindliche Laborglas vor mechanischen Spannungen zu schützen. Auch diese Überzüge benötigen Aufmerksamkeit:

  • Kork-Ummantelungen: Kork ist ein Naturprodukt. Er kann durch aggressive Säuren porös werden oder durch zu viel Feuchtigkeit schimmeln. Reinigen Sie Korkbacken nur nebelfeucht und lassen Sie sie gut trocknen. Wenn der Kork stark abgenutzt oder spröde ist, sollte die Klemme aus Sicherheitsguss ausgetauscht werden.
  • Silikon- / Gummi-Ummantelungen: Diese sind wesentlich chemikalienbeständiger und können feucht abgewischt werden. Achten Sie hier jedoch auf die thermischen Grenzen: Wird eine silikonbeschichtete Klemme zu nah an der heißen Oxidationsflamme eines Mekerbrenners betrieben, kann das Silikon verkokeln und seine Elastizität verlieren.

Ein häufiger Fehler passiert nicht während des Versuchs, sondern danach: die falsche Lagerung.

  • Trocknung ist Pflicht: Lagern Sie Stativmaterial niemals in feuchtem Zustand ein. Korrosion entsteht oft in den engen Zwischenräumen, in denen Muffen auf Stativstangen geschoben sind, weil dort das Wasser nicht verdunsten kann.
  • Säureschränke meiden: Bewahren Sie metallische Laborwerkzeuge niemals im selben Schrank oder in direkter Nachbarschaft zu ausgasenden Chemikalien (wie Salzsäure oder Ammoniakwasser) auf. Selbst durch geschlossene Flaschenverschlüsse entweichen minimale Dampfmengen, die ungeschützte Metalle im Schrank im Laufe der Zeit unaufhaltsam zerfressen.

Die Investition in hochwertige Qualitäts-Laborgeräte von Usbeck zahlt sich durch jahrzehntelange Zuverlässigkeit aus. Mit einer simplen Pflegeroutine – feucht abwischen, trocken lagern und die Gewinde gelegentlich ölen – sichern Sie die Funktion und Präzision Ihrer Werkzeuge dauerhaft. Das spart bares Geld für Neuanschaffungen und sorgt für ein absolut sicheres Arbeiten an jedem Labortisch.


  • Wie reinigt man rostige Laborklemmen aus Edelstahl?
    Leichter Flugrost auf Edelstahl lässt sich meist mit einem weichen Tuch und einer speziellen Edelstahl-Pflegepaste (oder milder Zitronensäure) entfernen. Danach muss die Stelle gründlich mit klarem Wasser neutralisiert und abgetrocknet werden. Verwenden Sie niemals Stahlwolle.
  • Womit fettet man die Gewinde von Labormuffen?
    Für die Gewinde von Doppelmuffen und Stativklemmen sollte ein harzfreies, säurefreies Feinmechaniköl oder technisches Vaselineöl verwendet werden. Dies verhindert das Festfressen der Schrauben bei hoher Beanspruchung.
  • Warum klemmen die Nadelventile bei Bunsenbrennern manchmal?
    Das blockierte Ventil liegt meist an Verunreinigungen aus minderwertigen Gasarten oder an chemischen Rückständen, die in das Brennerrohr gelaufen sind. In diesem Fall sollte das Ventil von einer Fachkraft gereinigt und mit einem hitzebeständigen Spezialfett behandelt werden.

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2670 Flexstativ
Flexstativ mit Dreifingerklemme

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