Der Betriebsdruck (auch Fließdruck oder Gasdruck genannt) beschreibt den Druck, mit dem ein Brenngas an der Entnahmestelle (z. B. dem Gashahn am Labortisch) ansteht und in den Laborbrenner geleitet wird. Er wird meist in Millibar (mbar) angegeben.
Bedeutung für Sicherheit und Funktion
Für ein stabiles Flammbild ist ein konstanter Betriebsdruck erforderlich. In deutschen Labornetzwerken liegt der Standarddruck für Erdgas bei 18-25 mbar, während Flüssiggasanlagen (Propan) zwischen 47,5 und 57,5 mbar betrieben werden.
Bei Flüssiggasanlagen wird der benötigte Betriebsdruck in der Regel über einen Druckminderer eingestellt. Dieser reduziert den Druck aus der Gasflasche auf den für den Laborbetrieb geeigneten Betriebsdruck.
Da unterschiedliche Gasarten mit unterschiedlichen Betriebsdrücken arbeiten, sind Laborbrenner jeweils auf eine bestimmte Gasart ausgelegt. Die Düsenbohrung eines Erdgasbrenners unterscheidet sich von der eines Propanbrenners. Deshalb dürfen Erdgasbrenner nur mit Erdgas und Propanbrenner nur mit Flüssiggas betrieben werden, sofern es sich nicht ausdrücklich um einen Allgasbrenner mit verstellbarer Düse handelt.
Ein zu niedriger Betriebsdruck führt zum Verlöschen der Flamme oder zum gefährlichen „Zurückschlagen“ in das Brennerrohr; ein zu hoher Druck kann unkontrollierte Stichflammen erzeugen.
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